Nein, nein, nein und nochmal nein.

Die Bürger aus Traunstein, dem Berchtesgadener Land, München und Garmisch-Partenkirchen haben sich entschieden. Sie möchten alle miteinander keine weitere Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2022.

Für Oberau bedeutet das nicht viel. Die Politik wird sich trotzdem für den Bau der Westumfahrung Oberau einsetzen. Die Zeichen dafür stehen sehr gut. Damals, als Rot-Grün an der Macht waren, wurde die Umfahrung aus dem Vordringlichen Bedarf in den Weiteren Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes verschoben. Mit der Aussage, dass alles, was nicht aktiv beplant wird, auch keine Priorität hat.

Jetzt ist der Plan fertig und planfestgestellt, die beiden „großen Parteien“, die uns immer versichert haben, dass die Westumfahrung Oberau absolut wichtig wäre, sind bald an der Macht und das Geld wird dank PKW-Maut auch fließen. Also, für Oberau kein Problem, der Tunnel wird sicher kommen.

Die Bundesstraße B2 ist im Abschnitt Oberau regelmäßig überlastet. Die Richtlinien für die Anlage von Landstraßen (RAL) sehen für eine einbahnige Straße mit diesem Querschnitt eine maximale Verkehrsbelastung von 20.000 Fahrzeugen pro Tag vor. Auf der Bundesstraße B2 zwischen Oberau und Eschenlohe fahren am Wochenende bis zu 42.000 Fahrzeuge an einem Tag.

Zur Verbesserung der Verkehrssituation und somit auch zur Minimierung des Unfallrisikos ist seit längerer Zeit ein zweiröhriger Tunnel mit vier Fahrstreifen geplant. Der Bau dieses Tunnels wurde von der letzten Regierung aus finanziellen Gründen abgelehnt.

Die neue Regierung packt das an, da bin ich mir ganz sicher!

Christian Allinger – für Oberau-Online.