Bergwacht Oberau: Wintereinsatz im Oktober

Am Freitagabend, den 11. Oktober 2013 um 21 Uhr wurde die Bergwacht Oberau zu einem Einsatz im Estergebirge alarmiert.

Ein 33-Jähriger war über den Wildsee und die Kuhalm in Richtung Weilheimer Hütte unterwegs, um eine Kältemessstation aufzustellen. Aufgrund der halben Meter hohen Neuschneedecke auf 1700m kam der Belgier vom Weg ab und kontaktierte erschöpft den Hüttenwirt der Weilheimer Hütte.

Wintereinsatz im Oktober

Da es nicht klar war, ob ein Hubschrauber zur Verfügung stand, wurde die bodengebundene Rettung vorbereitet. Ein Suchtrupp fuhr mit dem Rettungsfahrzeug bis zur Kuhalm und suchte zu Fuß nach dem Erschöpften.

Um weitere Rettungskräfte zur Kuhalm fahren zu können, wurde das Bergrettungsfahrzeug Ohlstadt nachalarmiert, sowie die Feuerwehr Oberau zur Beseitigung des Schneebruchs hinzugeholt.

Der Erschöpfte konnte zunächst nicht gefunden werden, sein Zustand verschlechterte sich jedoch mit fortschreitender Zeit. Es konnten der Rettungshubschrauber Christoph München sowie der Polizeihubschrauber Edelweiss 3 mit Wärmebildkamera hinzugezogen werden. Außerdem war auch der Polizeihubschrauber Edelweiss 7 mit Winde im Einsatz, da es nicht sicher war, ob der Rettungshubschrauber Christoph München bei dem Verletzten landen könnte.

Gegen 23:30 Uhr konnte der durchnässte und stark unterkühlte Mann vom Rettungshubschrauber Christoph München im Bereich Angerlboden/Lochtal aufgenommen und ins Tal geflogen werden. Nach der Untersuchung durch den Bergwachtnotarzt brachte ihn ein RTW in das Klinikum Garmisch-Partenkirchen.

Um 02:00 Uhr waren alle Beteiligten wieder im Tal. Insgesamt forderte der Einsatz 12 Mann der Bergwacht Oberau, ein Bergwachtnotarzt, drei Mann der Bergwacht Ohlstadt sowie zwei Mann der Feuerwehr Oberau fünf Stunden lang.

Quelle / Foto: Bergwacht Oberau