VEO im Gespräch mit Minister Ramsauer

Am Montag, den 6. Mai 2013 fand in der Gemeinde Saulgrub der feierliche Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt der Ortsumgehung B23 statt.

Im Rahmen dieser Feier war auch der Bundesminister für Verkehr,  Bau und Stadtentwicklung, Peter Ramsauer, eingeladen.

Die Verantwortlichen der Bürgerinitiative zur Verkehrsentlastung Oberau (VEO) ließen nichts unversucht, um bei dieser Gelegenheit ein Gespräch mit Peter Ramsauer zu führen. Äusserst kurzfristig, aber doch noch, kam dann ein Gesprächstermin im Rathaus von Saulgrub zustande.

Sehr pünktlich und bestens gelaunt traf der Minister dann im Rathaus Saulgrub auf den Bürgermeister von Oberau, Peter Imminger und auf die beiden Sprecher der VEO, Josef Bobinger und Christian Allinger.

VEO beim Spatenstich in Saulgrub

Von links: Minister Peter Ramsauer, Bürgermeister Rupert Speer, Bundestagsabgeordneter Alexander Dobrindt.

Peter Ramsauer war zu Beginn des Gespräches leider der Meinung, dass es sich bei den Projekten rund um Garmisch-Partenkirchen um ein Gesamtprojekt im Volumen von 600 Millionen Euro handeln würde, und dass dies in naher Zukunft nicht finanzierbar sein würde. Die Oberauer Vertreter mussten wieder einmal erklären, dass es sich durchaus überhaupt nicht um ein großes Gesamtprojekt handelt und dass vor allem der Auerbergtunnel keinen direkten Nutzen für Oberau bringt. Peter Ramsauer machte sich seine Notizen und wird darüber nachdenken, er sah dann schon ein, dass für Oberau die Westumfahrung und die neue Anbindung an die B23 durchaus ohne weitere andere Projekte verwirklicht werden könnte.

VEO beim Spatenstich in Saulgrub

 

Von links: Christian Allinger (VEO), Minister Peter Ramsauer, Josef Bobinger (VEO), der Bürgermeister von Oberau, Peter Imminger.

Im Großen und Ganzen steht der Verkehrsminister dem Projekt Westumfahrung Oberau positiv gegenüber, er wollte als Lösungsvorschlag anbieten, dass man vielleicht die B23 neu bei Oberau vorziehen könnte. Dies ist aber leider nicht möglich, da im Ortsbereich von Oberau auf der B2 dann die Verkehrszahlen noch einmal drastisch steigen würden, da der komplette Verkehr aus Richtung Ettal nach Garmisch-Partenkirchen und zurück dort noch aufgenommen werden müsste. Das würde die B2 die jetzt schon am Ende ihrer Leistungsfähigkeit angelangt ist, nicht verkraften.

Ich bewerte das Gespräch als insgesamt eher positiv, es ist allerdings in keinster Weise als Fortschritt für die Oberauer zu sehen. Man darf gespannt sein, was da kommen wird.

Für die Saulgruber war es ein Tag zum Feiern. Bei Bestem Wetter waren an die 200 Bürger gekommen, um diesem Spektakel beizuwohnen. Für den Bürgermeister von Saulgrub, Rupert Speer, war es ein echter Freudentag, das ließ er sich auch anmerken.

VEO beim Spatenstich in Saulgrub

 

Die Blaskapelle Saulgrub sorgte für die musikalische Umrahmung.

VEO beim Spatenstich in Saulgrub

 

Die Bürger feierten.

VEO beim Spatenstich in Saulgrub

 

Die VEO-Mitglieder feierten mit den Saulgrubern.

Peter Ramsauer zur Ortsumgehung Saulgrub:

„Die künftige Ortsumgehung entlastet die Anwohner von Saulgrub dauerhaft vom Durchgangsverkehr. Das heißt: weniger Lärm, weniger Abgase und damit mehr Verkehrssicherheit und Lebensqualität. Mit der Ortsumgehung schaffen wir zudem eine leistungsfähige Verbindung in das oberbayerische Voralpenland.“

Leider ist diese leistungsfähige Verbindung, die mittlerweile von Augsburg kommend fast komplett bestens ausgebaut ist, in Oberau nicht dem momentanen Verkehrsaufkommen entsprechend an die Bundesstraße B2 angebunden. Aber das kann ja noch werden.

Christian Allinger für Oberau-Online.