Bergwacht Oberau: Schwieriger Einsatz im Schneegestöber

Zwei Berliner verloren bei einbrechender Dunkelheit und Schneetreiben die Orientierung

Oberau – Am Karsamstag wurde die Bergwacht Oberau gegen 19:45 Uhr alarmiert.
Zwei Schneeschuhgeher, die über den Gipfel des Hohen Fricken (1940 Hm) zur Weilheimer Hütte aufsteigen wollten, den Gipfel aber erst gegen 16:00 Uhr erreichten, hatten sich dazu entschlossen über den Oberauer Steig direkt ins Tal abzusteigen.
Beim Abstieg verloren die Beiden aufgrund des starken Schneetreibens und der circa 30 cm hohen Neuschneedecke die Orientierung und gerieten in die lawinengefährliche und absturzgefährdete Fahrmannslaine unterhalb des Bischofs. Da für die Erschöpften bei Dunkelheit in dem steilen, unwegsamen Gelände kein Weiterkommen mehr möglich war, setzten sie einen Notruf ab.

Die Wetterlage ließ keinen Hubschraubereinsatz zu, sodass zwei Gruppen der Bergwacht Oberau zu Fuß unter schwierigen Bedingungen zu den Verstiegenen auf circa 1300 Meter aufstiegen. Mittels Handy-Rückruf konnte die ungefähre Lage der Verirrten aufgeklärt und zügig zu ihnen vorgestoßen werden.

Nachdem die Einsatzkräfte um 22:30 Uhr zu den beiden 25-jährigen Berlinern (für den einen war es die erste größere Bergtour überhaupt) vorgedrungen waren, wurden diese aufgrund der kalten Temperaturen mit heißen Getränken versorgt. Die Einsatzkräfte führten die beiden wieder zurück auf den Oberauer Steig und machten sich gemeinsam an den Abstieg. Gegen 1:00 Uhr waren alle Beteiltigten wieder wohlbehalten im Tal.

Insgesamt waren an dem Einsatz 12 Bergwachtler der Bergwacht Oberau sowie der Einsatzleiter Loisachtal Süd im Einsatz.

Quelle: Bergwacht Oberau